Paul Watson festgenommen - wir fordern seine Freilassung

Das Time Magazin bezeichnete ihn als „Umwelthelden des 20. Jahrhundert“ und der britische Guardian zählt Paul Watson (61) zu den „50 Personen, die die Welt retten können“. In spektakulären Aktionen setzt sich Watson unter Einsatz seines Lebens gegen die Ausbeutung der Meere ein; stellt sich als lebendes Schutzschild zwischen Wale, Robben und ihre jeweiligen Jäger.

Festgenommen weil er Tierquälerei verhindern wollte

Die Festnahme Watsons am Frankfurter Flughafen begründet die deutsche Justiz mit einem zehn Jahre alten Haftbefehl aus Costa Rica. Im Jahr 2002 versuchte er mit seiner Organisation Sea Shepherd vor Guatemala das Finning von hunderten Haien zu stoppen. Beim Finning wird den Tieren bei lebendigem Leibe die Rückenflosse abgeschnitten, dann werden sie zurück ins Wasser geworfen, wo sie langsam und qualvoll verenden.

Unsere Meere brauchen mutige Menschen, die sie schützen. Bitte fordern Sie bei der Justizministerin die sofortige Freilassung Paul Watsons.

Der Text stammt von Rettet den Regenwald: www.rettet-den-regenwald.de

Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei LV NRW 17. Mai 2012

Foto: Sea Shepherd


Landtagswahlergebnis 0,75% für Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei LV NRW

58.089 Menschen haben uns am 13. Mai 2012 Ihre Stimme gegeben. Jedem einzelnen dafür erst einmal ein herzliches Danke Schön! Das sind 10.000 Menschen mehr als bei der letzten Landtagswahl 2010 und unser Ergebnis hat sich damit von 0,62 % auf 0,75% gesteigert oder anders ausgedrückt: um 20.7%! Mit diesem Ergebnis landeten wir hinter den 5 nun im Landtag vertretenen Parteien und den Linken und einer rechtsgerichteten Partei auf “Platz 8”, noch vor einer anderen rechtsextremistischen Partei, deren Verbot wir fordern! Und das bei insgesamt 17 teilnehmenden Parteien. Wir sind somit die Zweitstärkste der “kleinen” Parteien, wenn man die Piraten, die nun im Landtag vertreten sind, zu den “Großen” zählt.

Soweit die nackten Zahlen. Das Landeswahlgesetz NRW sieht im Falle einer solchen außerordentlichen Neuwahl extrem hohe Hürden für Parteien vor, die noch nicht im Landtag vertreten sind. Wir mussten deshalb innerhalb von 5 Werktagen 1.000 sog. Unterstützungsunterschriften sammeln und von den jeweiligen Rathäusern bestätigen lassen, um überhaupt an der Landtagswahl teilnehmen zu können. Insofern war unsere Teilnahme schon eine absolut beachtliche Leistung all unserer Mitglieder und Sympathisanten! Unter Hochdruck mussten wir dann einen Wahlkampf führen. Diese Bedingungen hatten natürlich alle Parteien, aber im Gegensatz zu den “Großen” arbeiten wir alle ehrenamtlich. Neben Beruf und Familie mussten wir Wahlprogramm, Wahlflyer, Infostände… organisieren und an den Bürger bringen.

Wir sind deshalb auch einfach ein bisschen stolz auf unsere Leistung, ohne eine Selbstbeweihräucherung durchzuführen. Natürlich gibt es noch ausreichend Steigerungspotenzial, aber dafür brauchen wir einfach mehr Parteimitglieder, mehr AktivistInnen! Unser Landesverband hat 180 Mitglieder. Mit den 3.000,-€, mit denen wir den Landtagswahlkampf für ganz NRW angegangen sind, hätte z.B. der Stadtverband einer großen Partei in Dortmund oder Düsseldorf erst gar nicht anfangen und sofort die Segel gestrichen! Du findest gut was wir machen, du hast uns gewählt? Dann werde Mitglied und unterstütz unsere Arbeit noch aktiver und gestalte unsere Politik mit! Wir wollen etwas erreichen für Mensch, Umwelt und Tier!

Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei LV NRW 14. Mai 2012

Quelle Ergebnis: www.wahlarchiv.tagesschau.de


 

Konsequenter Umweltschutz - was wir damit meinen

Die Waldohreulen von Duisburg-Rumeln/Kaldenhausen

In unserem Wahlprogramm schreiben wir, dass wir uns u.a. für einen konsequenten Umweltschutz einsetzen. Was das konkret bedeutet, können wir an einem Beispiel belegen. In Duisburg/Rumeln-Kaldenhausen ist ein Bauprojekt in Planung. Es soll ein Mehrgenerationenhaus gebaut werden. Mehrgenerationenhäuser sind aus unserer Sicht natürlich gut, fördern sie doch das Zusammenleben mehrerer Generationen. Hierfür soll in diesem Duisburger Ortsteil ein Neubau erfolgen, auf bisher größtenteils unversiegelter Fläche. Das ist aus unserer Sicht natürlich nicht so gut, denn jede versiegelte Fläche entzieht dem Naturkreislauf Lebensraum. Gerade im Hinblick auf die zu erwartende demographische Entwicklung sehen wir dies kritisch.

Nun kommt hinzu, dass auf dem Planungsgebiet streng geschützte Arten leben. Konkret sind dies die Waldohreule (siehe Originalfoto) und Zwerg- und Breitflügelfledermaus. Das Baurecht sieht für solche Konfliktfälle (Artenschutz gegen Hausbau) u.a. eine sogenannte Artenschutzprüfung vor. Im Gesetzestext liest sich so was immer sehr gut. Aber Papier ist geduldig und wenn wirtschaftliche Interessen dahinter stecken, werden Spiel- oder Ermessensräume regelmäßig zu Ungunsten des Naturschutzes und der Tiere ausgelegt.

So auch in diesem Fall. Durch den geplanten Neubau würden definitiv Nahrungshabitate und Aufzuchtrevier für die standorttreue Waldohreule verloren gehen. Schon allein durch die Baumaßnahmen würden solche Schalldruckpegel erreicht werden, demnach die schallempfindlichen Tiere in ihrem Lebensraum nachhaltig gestört würden.

Vermutlich bereits nachhaltig gestört wurde Ende Februar diesen Jahres bereits die Winterruhe der Fledermäuse. Zur Baufeldräumung (obwohl noch gar kein Baurecht geschaffen wurde) wurden auf dem Planungsgebiet Baumrodungen und Zuschnitte durchgeführt. Dies mit Kettensägen, die nach Herstellerangaben bis zu 118 dB(A) verursachen. Man muss nun kein Biologe oder Fledermausexperte sein, um abschätzen zu können, was dies für die Tiere bedeutete. Eine Störung des Winterschlafs führt jedenfalls konsequent zu einem Erschöpfungstod der Tiere. Ihr Lebensrhythmus ist auf solche einen Lärm nicht eingestellt, deshalb halten sie ja Winterschlaf.

Schmankerl am Rande: Als sogenannte “Ausgleichsmaßnahme” im Rahmen der Artenschutzprüfung zum Erhalt der Fledermauspopulation schlägt die zuständige Behörde das Anbringen sogenannter “Fledermausquartiersteine” vor. Die sollen am Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr angebracht werden. Was das Martinshorn der Einsatzfahrzeuge für die Fledermäuse bedeutet, kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen.

Konsequenter Naturschutz bedeutet für uns in einem solchen Fall, dass der Lebensraum der Waldohreule und der Fledermäuse zu erhalten ist. Warum das in Duisburg/Rumeln-Kaldenhausen die zuständigen Behörden und auch Parteien wie SPD oder Grüne anders sehen, ist uns ein Rätsel. Letztgenannte hätten die Möglichkeit zu entscheiden, dass dem Umweltschutz Rechnung getragen wird. Das Votum der Bürger scheint in diesem Zusammenhang auch nicht zu interessieren, denn eine entsprechende Unterschriftensammlung wurde nicht berücksichtigt.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei LV NRW 7. Mai 2012

Foto: Original Duisburger Waldohreule, genannt Konrad


Tierschutzpartei erhält 8,6% bei U-18-Wahl

 
Am 4. Mai fand in NRW die U-18-Landtagswahl statt. Alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahren waren aufgefordert teilzunehmen. In eigens dafür landesweit eingerichteten Wahllokalen, mit eigenen Stimmzetteln und eigenem Auszählungsverfahren. Demnach wurden 5 Parteien in den U-18-Landtag gewählt, u.a. wir als Tierschutzpartei mit satten 8,6%. Offensichtlich nicht soviel hält die Jugend von der FDP (4,6%) und der Linken (2,5%).

Mehr Infos auf: www.u18.org

Themen wie Kinderrechte oder auch Wahlrecht ab 16 Jahren stehen bei uns bereits seit längerer Zeit in den jeweiligen Wahlprogrammen als Forderungen. Insofern freuen wir uns sehr darüber, dass wir bei Kindern und Jugendlichen mit unseren Wahlthemen offensichtlich einen Nerv treffen. Kinder und Jugendliche werden bei uns auch weiterhin einen Schwerpunkt bilden, in unserer politischen Arbeit.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz- Tierschutzpartie NRW 5. Mai 2012

 

 

24. April - Internationaler Welttag des Versuchstieres

Der 24.April ist der Welttag zum Gedenken an die Kreaturen, die in Versuchslabors gequält werden.

Er wurde zum ersten Mal am 24. April 1962 begangen und geht auf die Initiative von der britischen Tierschutzaktivistin Lady Dowding zurück. Sie engagierte sich besonders gegen Tierversuche in der Kosmetik.

Die Versuchstiere heißen 4282, B631 oder H7/565. Jedes Jahr müssen in deutschen Laboratorien mindestens 1,8 Millionen Mäuse, Ratten, Affen, Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und andere Tieren für fragwürdige Zwecke leiden und sterben. Der Internationale Tag des Versuchstiers am 24. April soll mithelfen, auf die Schicksale dieser Tiere aufmerksam zu machen.

Zum Beispiel werden Ratten, Hunden und Affen Chemikalien mit einem Schlauch direkt in den Magen gepumpt. Die Tiere winden sich in Krämpfen, leiden an Fieber, Durchfall, Schüttelfrost oder Lähmungen bis sie schließlich sterben. Kaninchen werden chemische Stoffe in die Augen geträufelt und auf die geschorene Haut gerieben, was schmerzhaften Verätzungen oder Entzündungen von Augen und Haut hervorruft. Dabei kann heute die Giftigkeit von Chemikalien mit Hilfe tierversuchsfreier Methoden wesentlich besser, schneller, billiger und mit besseren Ergebnissen festgestellt werden.

Tierversuchsfreie Alternativen existieren zwar, werden aber oft nicht eingesetzt oder sind nicht validiert. Selbst für Kosmetika, Körperpflege-, Reinigungs- und Waschmittel werden trotz zahlreicher Ersatzmethoden noch immer Tierversuche durchgeführt.

Der Welttag der Tiere in Versuchslabors ist eine gute Gelegenheit, sich die traurige Tierversuchsbilanz vor Augen zu führen und die zuständigen Behörden zur kritischen Hinterfragung aufzufordern.

Der Text stammt von Britta Ziegler: www.pachadielsblog.blogspot.de

Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei LV NRW 24. April 2012


Betreuungsgeld - die Herdprämie für das konservative Familienbild

In Deutschland grassiert gerade die Diskussion um das Betreuungsgeld, oder auch Herdprämie genannt. Im schwarz-gelben Berliner Koalitionsvertrag festgeschrieben, ist es eigentlich nur die CSU, die sich uneingeschränkt dafür einsetzt. Man wähnte den familienpolitischen Diskurs doch schon auf einem wesentlich moderneren Stand, ist der Tenor der meisten Kommentatoren. Auch aus unserer Sicht ist diese Herdprämie ein Schritt in die völlig falsche Richtung! Kinder brauchen den sozialen Kontakt mit Gleichaltrigen, das ist keine neue Erkenntnis! Gerade bei Kindern mit Migrationshintergrund ist dies doppelt wichtig, da sie auf diesem Weg oftmals erst die deutsche Sprache lernen.

In Schweden war es vor allem die christdemokratische Schwesterpartei von DDU und CSU, die Kristdemokraterna (KD), die vor 4 Jahren für die Einführung des Betreuungsgeldes sorgte. Die gleichen Argumente wie jetzt in Deutschland machten damals in Schweden die Runde. Die letzten 4 Jahre zeigen: Das Betreuungsgeld ist keine Erfolgsgeschichte! Es soll den Frauen eine Wahlfreiheit zwischen Beruf und Kindererziehung suggerieren. Diese besteht aber faktisch nicht, weil das auszuzahlende Betreuungsgeld viel zu niedrig ist.

Der CSU-Vorschlag mit monatlich 150,-€ für Eltern, die ihre Kinder zuhause, statt in einem Kindergarten/einer Kindertagesstätte betreuen lassen, kommt auch nicht über den Status eines symbolischen Aktes hinaus. Damit soll eine Tagesmutter bezahlt werden, wenn Vater zur Arbeit ist und Mutter zum Arzt muss oder mal ins Kino will. Jeder kann sich selber ausrechnen, wie weit man im Monat damit kommt. Für Symbolik haben wir aber angesichts einer horrenden Staatsverschuldung kein Geld! Vor allem in NRW wäre das Geld viel besser im Ausbau der U3-Betreuungsplätze angelegt. Denn da liegt unser Land nämlich bundesweit ganz am Ende.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei LV NRW 19. April 2012


Generalstaatsanwaltschaft ermittelt weiter

Wie die taz online berichtet, wird nun das Verfahren wegen massiver Tierquälerei gegen die Chefs und mehrere Mitarbeiter des Wiesenhof-Konzerns doch weiterverfolgt. Die Staatsanwaltschaft Verden hatte das Verfahren Ende Dezember 2011 eingestellt, weil Aufnahmen, die als Beweise dafür dienten, wie Hühnern das Genick oder die Flügel gebrochen wurden, illegal entstanden seien und die Privatsphäre der Täter störten. Die Generalstaatsanwaltschaft Celle teilte diese Meinung nicht und stufte die Vergehen nun als so schwerwiegend ein, dass es kein Beweisverwertungsverbot geben kann.

Die Tierrechtsorganisation Peta hatte gegen den ablehnenden Bescheid der Staatsanwaltschaft Verden Beschwerde eingelegt und nun offensichtlich Erfolg damit. Das im Januar 2010 vom ARD-Magazin Report Mainz ausgestrahlte Video hatte bundesweit Debatten darüber ausgelöst, welche tierquälerischen Zustände in den Massentierhaltungsbetrieben hierzulande und insbesondere bei Wiesenhof herrschen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass tatsächlich ein Verfahren gegen die konkret verantwortlichen Tierquäler eingeleitet und zu einem Abschluss gebracht wird. Es ginge bei einem solchen Verfahren dann auch um die Frage, inwieweit verdeckt hergestellte Videos für Strafverfolgungsmaßnahmen eingesetzt werden dürfen. Würde die Staatsanwaltschaft Verden Recht behalten, wäre dies ein Freifahrtschein für Tierquälereien in Tierhaltungsbetrieben. Denn die entsprechenden Vergehen finden naturgemäß immer im Verborgenen und nicht im öffentlichen Raum statt.

Quelle: http://www.taz.de/Gefluegelfarm-Wiesenhof/!91066/

Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei LV Bayern/NRW 12. April 2012


Für ein Verbot von Sex mit Tieren

Am Samstag, den 24. März 2012 fand in Köln eine Demonstration gegen die sexuelle Ausbeutung von Tieren statt - organisiert u.a. vom Verein Stumme Schreie e.V.. Sodomie, oder auch Zoophilie, wie der Sex mit Tieren genannt wird, ist hierzulande ein Tabuthema. Dementsprechend reagierten die Passanten in Köln auch sehr irritiert, als sie erfuhren, dass Sex mit Tieren in Deutschland nach wie vor erlaubt ist. „Ist es wirklich ein Problem?“ und „Wer macht so was?“, waren die häufigsten Reaktionen.

Sodomie/Zoophilie ist ein Problem! Die Tiere erleiden oftmals schreckliche Qualen, wenn sie von Menschen für deren sexuelle Phantasien benutzt werden. Und wenn man sich im Internet nach einschlägigen Foren/Internetseiten erkundigt, wird einem schnell bewusst, dass es nicht nur ein paar isolierte, völlig durchgeknallte Einzelpersonen sind.

Wir als Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei NRW setzen uns für ein Verbot der Sodomie/Zoophilie ein! Für uns ist es ein Skandal, dass wir als einzige Partei in Deutschland zu diesem Thema eine eindeutig artikulierte Meinung haben!

Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei LV NRW 27. März 2012


Internationaler Frauentag 2012

Am 8. März jährt sich der Internationale Frauentag, welcher von Clara Zetkin im März 1911 initiiert wurde zum 101. mal. Der Anlass für die Einführung eines Weltfrauentags geht auf einen Streik am 08.03.1908 zurück, bei dem die Arbeiterinnen einer New Yorker Textilfabrik bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen forderten. Zu den zentralen Forderungen von 1911 gehörten z.B. das Wahl- und Stimmrecht für Frauen, gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung, ein ausreichender Mutter- und Kinderschutz, sowie die Festsetzung von Mindestlöhnen.

100 Jahre sind eine lange Zeit und heute im 21. Jahrhundert muss man die Frage stellen, ob dieser Tag überhaupt noch eine Legitimation besitzt. Wir als Landesverband NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz können dies nur ausdrücklich bejahen! Denn die Forderungen von damals, wie z.B. gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung, besitzen immer noch Aktualität - und das knapp 100 Jahre später!

Frauen leisten ebenso viel oder so wenig wie ihre männlichen Kollegen, das ist Fakt. Wer jetzt glaubt, dass es mit dem Verdienst ebenso aussieht, der irrt sich gewaltig. Frauen verdienen bis zu einem Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen. Und das nicht irgendwo - sondern hier bei uns in Deutschland. Bei vielen unserer europäischen Nachbarn fällt der Unterschied zwar nicht ganz so hoch aus, aber auch da werden die Gehälter mit zweierlei Maß berechnet. Einen vernünftigen Grund hierfür gibt es nicht. Studien und Statistiken haben gezeigt, dass Frauen im Allgemeinen hoch motiviert sind und im Schnitt sogar bessere Hochschulabschlüsse als ihre männlichen Kollegen vorweisen können.

Aber was sehr viel schwerer wiegt, als die Benachteiligung der Frauen am Arbeitsplatz, sind die Unterdrückungen, Misshandlungen und der fast schon generelle Versuch, Frauen ihre Menschenrechte abzusprechen.

So werden auch heute noch kulturelle Traditionen oder religiöse Gebote vorgeschoben, um die Rechte, die Freiheiten oder die persönliche Entwicklung einer Frau auf menschenverachtende Weise zu verhindern oder einzuschränken. So wird z.B. in einigen Ländern von einer Frau erwartet, dass sie sich völlig dem Willen ihres Mannes beugt. Dabei sind der Perversion, ob kulturell gebilligt oder nicht, keine Grenzen gesetzt. Hauptsache der Wille des Mannes, respektive der männlichen Bevölkerung, wird durchgesetzt. Man denke dabei nur an die in afrikanischen oder asiatischen Ländern durchgeführte Beschneidung von jungen Mädchen.

Die Beschneidung gibt es natürlich auch hierzulande, sie stellt aber in der “zivilisierten westlichen Welt” eher eine Seltenheit dar. Aber dennoch werden Frauen immer noch nicht gleich behandelt. Dafür darf es einfach keine Ausrede, Tradition oder absonderlich religiöses Gebot mehr geben. Wir, der Landesverband NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, setzen uns für die absolute Gleichstellung der Frau, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit ein.

LV NRW Partei Mensch Umwelt Tierschutz 08. März 2012


Steigende Ölpreise - Mobilität wird zunehmend eine soziale Frage

Nach seinem Allzeithoch im Jahr 2008 steigt der Preis für ein Barrel Öl an den internationalen Märkten weiter an. Das kann jeder Autofahrer an den Preistafeln der Tankstellen und in seinem Portemonnaie sehen und spüren. Die Gründe für diese Preissteigerungen sind natürlich vielfältig. Insbesondere das Öl-Embargo gegen den Iran sorgt aktuell für einen massiven Preisdruck. Langfristig gesehen muss der Preis für ein Liter Benzin ansteigen, da nicht erst seit gestern bekannt ist, dass es sich bei Öl um einen nicht nachwachsenden Rohstoff handelt! Das Öl wird knapp, der Preis wird steigen, dafür muss man nicht Betriebswirtschaft studiert haben. Unsere Volkswirtschaft ist von diesem knapper werdenden Rohstoff abhängig. Das ist keine neue Erkenntnis. Die verantwortlichen Politiker in Bundestag und Bundesregierung ziehen aus dieser Erkenntnis allerdings keine nennenswerten Konsequenzen!

Bundesumweltminister Röttgen und Bundeswirtschaftsminister Rösler streichen die Solar-Energie-Förderung zusammen, Bundesverkehrsminister Ramsauer will neue Straßen bauen und unsere Bundeskanzlerin Merkel vertritt die deutsche Autolobby in Brüssel vorbildlich! Das ist eine unsägliche Lobbypolitik, die sich an den kurzfristigen Gewinnen der Autoindustrie orientiert. Logischerweise soll nun die Pendlerpauschale erhöht werden, auf das das Autofahren erschwinglich bleibt.

Der faktisch nicht nachwachsende Rohstoff Öl wird auf absehbare Zeit so knapp werden, dass der Preis für einen Liter Benzin weiter steigen wird. Die Automobilindustrie ist nicht in der Lage, diese Preissteigerung durch Effizienzsteigerungen der Motoren zu kompensieren. Dies bedeutet, dass Autofahren und damit die Mobilität, wie sie heutzutage vielfach gelebt wird, auf Dauer für einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr finanzierbar sein wird. Wir brauchen also nicht nur eine Energiewende (die diesen Namen verdient), sondern auch eine Mobilitäts- oder Verkehrswende.

Wir als Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordern eine Mobilitätsgarantie für die ganze Gesellschaft, die unsere Natur nicht zerstört und die nicht vom Einkommen abhängig ist. Das sind Forderungen, die schon schwer genug zu erreichen sind. Die derzeitige schwarz-gelbe Bundesregierung macht aber nicht mal ansatzweise den Eindruck, hier die Interessen aller Bürger vertreten zu wollen.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei LV NRW 27. Februar 2012


EU-Energieeffizienzrichtlinie oder auch Good-bye-Solarworld

Es war das Jahr 1997, wir hatten einen Bundeskanzler Kohl und eine Bundesumweltministerin Angela Merkel. Die Europäische Union hatte unter maßgeblicher Beteiligung der deutschen Bundesregierung das Klimaziel: “Senkung des Energieverbrauchs um 20%”, verlautbaren lassen.

Es war das Jahr 2011, die Opposition im Bundestag macht sich über die gegensätzlichen Haltungen der zuständigen Minister Rösler (FDP - Ressort Wirtschaft) und Röttgen (CDU - Ressort Umwelt) zur EU-Energieeffizienzrichtlinie lustig.

Es ist das Jahr 2012, die beiden oben genannten Minister haben sich geeinigt und es lacht keiner mehr! Mit der EU-Energieeffizienzrichtlinie will die EU dafür Sorge tragen, dass das erklärte Klimaziel noch erreicht werden kann. Sollte sich nun das von Rösler/Röttgen so genannte “Modernisierungsprojekt” durchsetzen, dann ist absehbar, dass das Klimaziel verfehlt und ein Kniefall vor der Industrielobby vollzogen wird.

Nach EU sollten die Energieversorger zu einer jährlichen Energieeinsparung von 1,5% verpflichtet werden. “Die starren Vorgaben der Kommission können wir nicht akzeptieren”, so der Bundeswirtschaftsminister. Er und sein Kollege Röttgen fordern nun Einsparziele nicht für die Industrien, sondern für die jeweiligen Staaten. Und statt absoluter Einsparungen soll eine Steigerung der Effizienz möglich sein. Wenn es nun also ein Wirtschaftswachstum gäbe, könnte die Effizienzsteigerung immer noch einen Mehrverbrauch bedeuten. Will ein Herr Rösler nicht anerkennen, dass wir vor einer Klimakatastrophe stehen oder was mag der Grund dafür sein, solche Forderungen zu stellen? Man muss sich doch als Bürger ernsthaft die Frage stellen, welche Interessen hier eigentlich vertreten werden? Die Interessen der Bürger sind es doch wohl ganz offensichtlich nicht! Die Lobbyisten der Energiekonzerne demgegenüber werden mit der FDP sehr zufrieden sein.

Noch viel krasser wird es, wenn man sich anschaut, mit welchen Mitteln Rösler/Röttgen den Ausbau der Solarenergie zukünftig verhindern möchten. Sie können die Förderung der Solarenergie und mit ihr die Energiewende auch gleich komplett abschaffen, dann brauchen wir alle nicht so viel darüber diskutieren. Die staatlich vorgegebenen Vergütungssätze für Solarstrom sinken zum 9. März, und zwar je nach Anlagengröße um 20 bis 29 Prozent. Ab Mai sinken sie in monatlichen Schritten weiter, so dass der Abschlag bis zum Jahresende bei 25 bis 34 Prozent liegt. Zudem müssen die Anlagenbetreiber 10-15% des Stroms selber verbrauchen, denn die Vergütung wird nur noch für 85 bis 90 Prozent des Stroms bezahlt. Große Freiflächenanlagen über 10 Megawatt Leistung werden gar nicht mehr gefördert.

So sieht also die schwarz-gelbe Energiewende aus!

Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei LV NRW 26. Februar 2012


Nicht das Jagdgesetz novellieren, die Jagd abschaffen!

Das grüne NRW-Umweltministerium möchte das NRW-Jagdgesetz novellieren. Es soll ökologischer und nachhaltiger gestaltet werden. Oberstes Ziel soll demnach der Schutz vor zu hohen Wildbeständen, insbesondere Schalenwild, sein, laut Presseberichten. Dieses Schalenwild wäre dann deutlich intensiver zu bejagen. Die Anzahl der “jagdbaren” Tierarten soll drastisch eingeschränkt werden, ein Verbot der Fallenjagd in NRW ist im Gespräch und die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Enten und Füchsen soll verboten werden.

Das bestehende Jagdrecht basiert dem Grunde nach auf dem “Reichsjagdgesetz” von 1934. Seitdem hat die Jagdlobby jeden Reformierungsversuch, der ökologische oder tierschutzpolitische Aspekte hätte berücksichtigen können, verhindert.

Was bedeutet Jagd konkret:

- gut 350.000 Jäger laufen bewaffnet durch unsere Wälder,

- ca. 5 Mio. Wildtiere wurden in der Jagdsaison 2009/10 getötet - viele/Die meisten davon nicht durch einen Blattschuss, sondern nachdem sie angeschossen wurden,

- die Fallenjagd ist nach wie vor erlaubt - die für die betroffenen Tiere immer mit Angst und Schmerzen verbunden ist,

- vom Naturschutzbund geschätzte 3000-9000 Tonnen hochgiftiges Blei gelangen durch bleihaltige Munition der Jäger in den ökologischen Kreislauf und auch in die Nahrungskette von z.B. Greifvögeln und Menschen,

- geschätzte 20.000-30.000 Hunde und 250.000-300.000 Katzen werden jährlich durch Jäger getötet,

- es sind laut Jagdgesetz Tierarten bejagbar, für die eine ganzjährige Schonzeit gilt, weil sie auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere stehen.

Die eigentliche Frage bei Jagd Pro oder Contra ist nicht, ob die Jäger unsere Wälder durch das millionenfache Töten von Wildtieren hegen und pflegen und so einen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz leisten. Die wesentliche Frage ist: Wem gehört unser Wald, unsere Natur? Ist es ein Wirtschaftsraum, mit dem Profit erzielt wird? Ist es exklusiver Ort für Menschen, die das Töten von Tieren als ihr Hobby bezeichnen? (Wer sich über die wahre Motivation der Jäger informieren möchte, mag sich einmal die einschlägigen Magazine anschauen. Nicht der Schutz von Lurchen gehört zur Jagdromantik, sondern der Abschuss des größtmöglichen Hirsches.) Oder soll unsere Restnatur ein Ort für Pflanzen und Tiere werden, in dem sie in ihrer ureigensten Umgebung ohne den Einfluss des Menschen leben und sich entwickeln können?

Wir als Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzen uns für eine tatsächliche Ökologisierung unserer Wälder ein, im Sinne des Arten-, Umwelt- und Tierschutzes, und fordern deshalb die Abschaffung der Jagd! Die Natur braucht den Menschen nicht. Aber wir brauchen die Natur und eine intakte Umwelt, wenn wir auch noch in Zukunft einen lebenden Wald haben möchten!

Aktuell 7. Februar 2012

Auf der Messe “Jagd&Hund” in Dortmund gab es offensichtlich Eisbär-Safari-Angebote von mehreren Anbietern. Auch der Abschuss anderer bedrohter Tierarten wurde beworben. Dies zeigt ganz eindeutig, dass es den hiesigen Jägern nicht um von ihnen vielbeschworene “Hege und Pflege” geht, sondern das sie in erster Linie ihrem blutigen Hobby frönen wollen. Mit blutigen Bildern wurde den Messebesuchern der Abschuss der Eisbären schmackhaft gemacht. Für 31.500,- kanadische Dollar gibt’s die Jagd mit garantiertem Abschuss zu buchen. Die besten Argumente gegen die Jagd liefern noch immer die Jäger selber!

Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei LV NRW 30. Januar 2012

 


Wie hält es die Bundesregierung mit dem Tierschutz?

Zuständig für dieses Thema ist die Ministerin Aigner von der CSU. Die CSU und mit ihr Ministerin Aigner stehen nun wahrlich nicht für einen tierfreundlichen Kurs, der die Belange des Tierschutzes ernsthaft berücksichtigt. Dies ist nicht nur die Ansicht von ein paar “spinnerten Tierschützern”, sondern wird auch vom “Agrarbündnis”, einem Bündnis von Tierschützern, Umweltverbänden und Biobauern so verbreitet. Diesem Bündnis gehören 24 Organisationen an, u.a. die “Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft” oder der “BUND” (Bund für Umwelt und Naturschutz). Dieses Bündnis fordert die Stärkung regionaler Kleinbetriebe, unter Berücksichtigung des Tier- und Umweltschutzes und die Abkehr von der industriellen Agrarwirtschaft.

In das gleiche Horn stößt die Verbraucherschutzorganisation “Foodwatch”. In einem am 17.1.2012 veröffentlichten Interview auf der Internetplattform :www.derwesten.de sagte der stellvertretende Vorsitzende von Foodwatch, Matthias Wolfschmidt, der Tierarzt ist: “Alle Nutztiere müssen tiergerecht gehalten werden. Sie müssen artgerechtes Verhalten ausüben können und sie dürfen nicht in einem System gehalten werden, das sie krankmacht. Die Tiere werden zu schnell gemästet, haben zu wenig Platz, Stallhygiene und Management sind oft nicht genug. Behandlungszahlen, Todesfälle und Schlachthofbefunde sind eklatant. Obwohl Tierschutz seit zehn Jahren als Staatsziel in unserer Verfassung steht, hat die Politik der Agrar-Lobby keine klare Vorgabe gemacht.”

Geflügelzüchter/Massentierhalter beschwerten sich in letzter Zeit häufig darüber, dass “ jede Woche eine andere Sau durch´s Dorf getrieben würde”. Damit meinen sie, dass fast wöchentlich irgendwelche Lebensmittelskandale aufgedeckt und in den Medien verbreitet werden. Dass das ihr Geschäft mit dem Lebewesen Tier stört, das mag man glauben. Aber das System Massentierhaltung ist kein Problem der Medien, sondern ein systemimmanentes Problem! Wenn das Lebewesen Tier (= Schwein, Rind, Huhn,…) zur industriell zu verarbeitenden Ware degradiert wird, deren einziger Zweck die Gewinnmaximierung ist, dann darf man sich über Skandale nicht wundern. Denn Tiere sind keine Ware, sondern Lebewesen.

Leidtragende des Systems “Massentierhaltung” sind dabei nicht nur die Tiere, die millionenfach in einer Art und Weise gehalten und getötet werden, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Leidtragender ist auch der Konsument, der letztlich durch seinen Konsum dieses System “Massentierhaltung” finanziert!

Lebensmittelwende jetzt!

Lebensmittel sind Mittel zum Leben. Wir müssen uns alle ernähren. Es muss gesund sein, darf die Umwelt nicht belasten, muss klimaneutral sein und es sollte niemand darunter leiden! Wer ernsthaft glaubt, dass eine CSU-Ministerin den Willen hat, eine Landwirtschaftsstruktur zu schaffen, die solche Bedingungen schafft, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann! Wir dürfen nicht auf die PolitikerInnen vertrauen, die im Bundestag sitzen. Die “Lebensmittelwende” müssen wir schon selber schaffen.

LV NRW Partei Mensch Umwelt Tierschutz 19. Januar 2012


Gegen das Töten - für das Leben der Straßentiere in Europa

Im Vorfeld der Fußballeuropameisterschaft in der Ukraine wurden und vermutlich auch werden abertausende von sog. Straßentieren = herrenlose Hunde, die ihr Leben auf der Straße fristen müssen, auf grausame Art und Weise getötet. Sogar von mobilen Krematorien ist die Rede. In Rumänien wurde ein Gesetz erlassen, anhand dessen die Tötung von Straßentieren legalisiert worden wäre. Aktueller Stand ist, dass das oberste rumänische Gericht das Gesetz an die Abgeordnetenkammer zurückgegeben hat, da das Töten von gesunden Hunden dem rumänischen Tierschutzgesetz entgegensteht. Nun scheint sich in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku aus Anlass des im Mai diesen Jahres dort stattfindenden Eurovision Song Contest das gleiche wie in den ukrainischen EM-Städten zu wiederholen. Bezahlte Hundefänger versuchen so viele Hunde wie möglich zu fangen und mitunter auf offener Straße zu töten.

Informationen zu dem Thema: www.aktion-fair-play.jimdo.com

Informationen zu dem Thema: www.tierschutzpartei.de

Unterstützen Sie deshalb unsere Unterschriftenaktion “Gegen das Töten - für das Leben der Straßentiere in Europa”. Wir wollen damit auf das Schicksal der Hunde und Katzen aufmerksam machen und mit dazu beitragen, dass EU-weit ein Gesetz zum Schutz der Straßentiere erlassen wird. Dieses Gesetz soll dann insbesondere durch Kastrationsprogramme für einen nachhaltigen Schutz der Tiere sorgen. Die Ukraine und Aserbaidschan sind nicht in der EU. Aber ein konsequentes EU-weites Tierschutzgesetz wird auch diese europäischen Länder dazu bringen den Schutz der Tiere ernst zu nehmen.

Blanko Listen sind über die Landesgeschäftsstelle NRW zu beziehen: Partei Mensch Umwelt Tierschutz LV NRW, Rahmenstraße 10, 58638 Iserlohn oder per Mail über die Mitglieder des Landesvorstandes NRW.

webredaktion www.tierschutzpartei-nordrhein-westfalen.de vom 19.01.2012

Bildmaterial: copyright iStockphoto.com


Antibiotika in der Massentierhaltung

Ob man nun Pasteur, Fleming oder Ehrlich als den jeweiligen “Erfinder” des Antibiotikum ansieht spielt heute keine Rolle mehr. Obwohl es das eigentlich sollte! Kaum eine andere medizinische Entdeckung unserer Zeit hat vermutlich so viele Leben gerettet wie die Antibiotika im weiteren Sinne.

Des einen Freud ist es anderen Leid, oder wie heißt es so schön in dem Sprichwort. Wenn man es überspitzt darstellen möchte, haben Antibiotika nicht nur Leben gerettet, sondern auch Leben von Millionen, wenn nicht gar Milliarden Masttieren unnötig verlängert - um am Ende eines qualvollen Lebens schlussendlich doch der Schlachtung anheim zu fallen.

Was Tierrechtler und Tierschützer, ja sogar Veterinäre und Konsumenten schon lange “wussten”, teilweise aber wohl verdrängen wollten, hat nun endlich auch die Politiker der etablierten Parteien erreicht. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat den Ernst der Lage erkannt und verspricht Verbesserungen.

Oder verbirgt sich dahinter, wie so oft, eine Mogelpackung??

Verbesserungen für die Tiere in den überfüllten Mastanlagen wird es mit dieser Regierung sicherlich nicht geben! Soviel ist klar. Vermutlich stehen am Ende die Betreiber dieser Mastanlagen wieder mit prall gefüllten Taschen da! Und es werden wieder mehr Zugeständnisse in Richtung Geflügel-Fleischlobby gemacht, als in Richtung des Verbrauchers.

Von sich aus erkannt hat sie es natürlich nicht, mal wieder! Sondern wurde, wie so oft in Ihrer schon viel zu lange dauernden Amtszeit, von außen darauf hingewiesen. So auch aktuell.

In einer aktuellen Studie des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wird aufgezeigt, dass in den letzten Jahren der Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung drastisch zugenommen hat. Dies wird zwar von der Geflügelwirtschaft als überzogen abgetan, aber wie sonst will man erklären, dass immer häufiger Antibiotika-resistente Stämme von Keimen auftauchen? Und dies nicht irgendwo, sondern mitten im Kühlregal der bekannten Handelsketten Lidl, Edeka und Rewe. So soll schon fast jedes zweite Huhn mit antibiotikaresistenten Keimen behaftet sein.

Die Keime können bei der Zubereitung des Fleischs leicht auf den Menschen übertragen werden. Das ist nicht nur gefährlich, weil sie bei anfälligen Menschen schwere Erkrankungen auslösen können. Schlimmer noch - diese Keime können ihre Unempfindlichkeit auf andere Erreger übertragen, die dann ebenfalls nicht mehr mit Antibiotika zu bekämpfen sind.

So zeigt das System der Massentierhaltung einmal erneut auf, dass es weder Platz für Tier-, noch für Verbraucherschutz bietet.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz LV NRW 12. Januar 2012

 
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